Die SG Brenztal wollte den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen, geriet jedoch zunächst schnell mit zwei Toren in Rückstand. In der 3. Minute erzielte A. Heißwolf den ersten Treffer für Brenztal. Doch auch danach kam die SG nur schwer ins Spiel: Nach acht Minuten lag das Team bereits mit 2:6 hinten und es schien, als würde man wieder in alte Muster verfallen. Die Abwehr stand nicht kompakt genug, im Angriff schlichen sich zu viele technische Fehler ein.
Mit zwei Treffern in Folge brachte M. Lanzinger ihr Team wieder auf 4:6 heran. Doch die Gäste antworteten prompt und zogen mit drei Toren in Serie wieder auf fünf Treffer davon. Erst danach stabilisierte sich die Brenztaler Abwehr zunehmend. Bis zur Halbzeit arbeitete sich die SG besser in die Partie, musste beim Stand von 7:10 aber weiterhin einem Rückstand hinterherlaufen.
In der Halbzeitansprache wurden dann die Weichen für die zweite Hälfte gestellt. Hochmotiviert kam die SG aus der Kabine. Karatas und Thumm verkürzten zunächst auf 9:10. Anschließend zeigte die 5:1-Abwehr ihre Wirkung: D. Wöhrle und S. Karatas störten den Angriff der Gäste immer wieder wirkungsvoll, während im Mittelblock L. Gerlach, P. Thumm und A. Heißwolf konsequent arbeiteten. Dazu war auf L. Schnabel im Tor Verlass, die mit starken Paraden ihrer Mannschaft den Rücken stärkte.
So gelang der SG in der 41. Minute endlich der Ausgleich zum 12:12. In der Folge entwickelte sich ein echter Derbykrimi: Bis zur 51. Minute legte Brenztal jeweils mit einem Tor vor, die HSG konnte jedoch immer wieder ausgleichen. Dann gelang der SG erstmals eine Zwei-Tore-Führung. Kurz darauf wurde ein Foul an V. Kramer vom Schiedsrichter mit einer Disqualifikation geahndet.
Mit ihrem dritten Treffer baute L. Neudörfer in der 57. Minute die Führung auf 18:16 aus. Die Gäste konnten zwar noch einmal auf 18:17 verkürzen, doch in den letzten drei Minuten blieb es auf beiden Seiten torlos.
Am Ende durfte die SG Brenztal in einem packenden Derby einen umjubelten 18:17-Heimsieg feiern.